Interviews
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"Kraftwerk hatten noch Mut zum Risiko ..."
Zur Veröffentlichung seines vierten Soloalbums "Shadows Collide With People" treffen wir John Frusciante in Köln zum Interview. Wie schon vor drei Jahren besteht die größte Schwierigkeit darin, dem Mann ins Wort zu fallen.
"Es ist die Fähigkeit zu experimentieren, für die wir Bands wie Neu! oder Kraftwerk so bewundern": John Frusciante.
Es ist Karneval in Köln. Während draußen der Mob tobt, geht es im Foyer des Hilton Hotels geradezu friedlich zu. Das vornehme Erscheinungsbild der flanierenden Hotelgäste lässt keine Rückschlüsse auf die närrische Zeit zu. Sympathisch und sicher auch im Sinne von John Frusciante, der im dritten Stock Pressevertreter empfängt, um über sein viertes Soloalbum zu sprechen. Unser Termin ist der letzte des Tages, was in der Regel weniger erstrebenswert ist, doch der Abgesandte der Plattenfirma WEA versichert uns, dass John noch durchaus bei Laune sei und obendrein sehr gesprächig. Was wiederum daran liegen könnte, dass er später nach Hamburg fliegen und dort mit Neu!-Musiker Michael Rother dinieren wird.
Tatsächlich treffen wir einen äußerst interessierten Mann an, dem das Reden über seine Musik auch nach fünf Stunden noch so viel Spaß zu machen scheint, wie das eigentliche Komponieren. Zunächst soll es aber um Kunst gehen, was ihn gleich noch munterer macht. Weiterlesen.
"Unsichtbare Mächte Kämpfen für mich...."
Diskutiert man über die besten Rock-Gitarristen, fällt früher oder später der Name John Frusciante. Die beiden erfolgreichsten Alben der Red Hot Chili Peppers "Blood Sugar Sex Magik" (1991) und "Californication" (1999) gehen mit auf sein Konto. Vor wenigen Tagen erschien Frusciantes drittes Solo-Album.
"Für mich klingt 'One Hot Minute' sehr seltsam. Es ist ungefähr so, wie wenn du deine Ex-Freundin beim Sex mit einem anderen Mann beobachtest."
Grund genug für LAUT, den Peppers-Gitarristen in einem Hamburger Hotel zum Interview zu treffen. In entspannter Runde erzählte er vom Musizieren mit und ohne seine Band-Kollegen, der Wichtigkeit elektronischer Musik, seinem Verhältnis zu Eminem und Marilyn Manson sowie von deutschen Bands, die selbst deutsche Musik-Freaks nur am Rande kennen. Am Abend zuvor hatte Frusciante ein Show-Case in der Prinzenbar absolviert. Weiterlesen.